Unsere Fischer in Mecklenburg-Vorpommern

Von unseren Fischern, für Sie - wir

Die Leidenschaft für das Fischen, die Liebe zum Meer und der harten Arbeit auf dem Wasser, haben unsere Küstenfischer in Mecklenburg-Vorpommern alle gemeinsam. Und doch ist keiner wie der andere.

Diese Männer sind Unikate einer Spezies, die vom Aussterben bedroht scheint. Und doch schaffen sie es mit viel Enthusiasmus, Fleiß und Einfallsreichtum zu überleben. Wie, das erzählen Ihnen Küstenfischer aus den verschiedenen Regionen unserer Ostseeküste stellvertretend für all ihre Kollegen, die täglich mit Ihnen auf das Meer hinausfahren.

Martin Saager
Ostseeküste Mecklenburg

Fest mit der Heimat verwurzelt

Wismar. Wenn Martin Saager im Ölzeug und schweren Stiefeln seinen Fang vom Kutter zum eigenen Imbisswagen bringt und auf dem Rückweg ein Fischbrötchen verspeist, schafft wohl kaum etwas mehr Vertrauen in die Qualität und Frische seiner Ware. Sein Fischerboot liegt direkt an der Kaje des alten Holzhafens von Wismar. Martin Saager ist ein Kind der Achtzigerjahre. 1978 in Wismar geboren, ist die Stadt seit jeher sein Heimathafen, wo er in einem kleinen Dorf vor den Toren mit Frau Kati, Tochter Lina und Sohn Ben Ole lebt.

André Grählert
Fischland-Darß-Zingst

Fischbrötchen oder weißes Tischtuch – die Qual der Wahl

Barth. Im Schatten des ehemaligen Getreidespeichers ducken sich zwei weiß getünchte Schuppen im Stadthafen von Barth. Das ist der Heimathafen des Fischers André Grählert und seiner Mannschaft. Während im Restaurant des zum Hotel umgebauten Speichers im stilvollen Ambi-ente feine Speisen kredenzt werden, genießen Einheimische und Urlauber in Dei Lütt Fischhall küchenfertig zubereiteten Fisch vom Kutter „Lupo“. Der gehört André.

Thomas Koldevitz
Insel Rügen

Die Fischerei ist seine Jugendliebe

Gager. Direkt am Hafen von Gager steht „Onkel Toms Hütte“. Besitzer ist Thomas Koldevitz. Bereits mit vier oder fünf Jahren fuhr er das erste Mal mit seinem Onkel zum Fischen raus. Von da an stand für ihn fest: Ich will Fischer werden. Wenn er aus der Schule kam, flog die Bücherta-sche in die Ecke, und es ging sofort runter zum Hafen zur Reusenbrigade von Gager. Einen anderen Beruf auszuüben kann sich Thomas nicht vorstellen. Doch, einen: Minister.

Roberto Brandt
Insel Rügen

Wenn bei Baabe die Sonne im Meer versinkt

Baabe. Mit 62 Jahren gehört Roberto Brandt zu den alten Hasen der Küstenfischerei in Baabe auf Rügen – aber bestimmt nicht zum alten Eisen. Die Haut, von Wind, Sonne und Salzwasser ge-gerbt …, man könnte glauben, er käme frisch aus dem Urlaub in Italien. Erst ein Blick auf die Hände verrät dem Betrachter, dass dieser stattliche Mann sein Brot mit harter Arbeit auf See, auf einem Fischerboot, verdient.

Björn Michalak
Vorpommern

Auf dem Wasser ist kein Tag wie der andere

Greifswald-Wieck. Es war der Vater eines Schulkameraden, dessen Geschichten über das Leben und Arbeiten als Fischer Björn Michalak infiziert haben. Für Björn stand sehr früh fest, sein eigener Herr sein zu wollen und selbst darüber zu entscheiden, wann er sich auf die Stille des Meeres zurückzie-hen möchte. Louis, der Stammhalter, soll eines Tages in seine Fußstapfen treten. Besser noch, er macht vorher Karriere als Fußballer – Vaterträume eben.

Uwe Krüger
Insel Usedom

Wo andere Urlaub machen, geht Uwe Krüger fischen

Ahlbeck. Um 6 Uhr morgens fährt Uwe Krüger von Neppermin aus raus zu seinen Stellnetzen im Achterwasser, einer Lagune im Windschatten der Insel Usedom. Dort fängt er mit Stellnetzen Zander, Hechte, Brassen oder Stint, dessen Geruch bis heute angenehme Erinnerungen bei Uwe Krüger hervorruft. Denn bereits seit seinem fünften Lebensjahr fährt Uwe Krüger zum Fischen hinaus. Damals noch mit seinem Großvater. Gefischt wurde vor der Ahlbecker Außenküste, also im offenen Meer, und der Stint wurde als Köderfisch verwendet.

Uwe Pagel
Fischland-Darß-Zingst

Wellness für die Haut gibt es gratis

Prerow. Wer sich fragt, warum es an der Ostsee so viele Wellnessangebote gibt, braucht diesem Mann nur ins Gesicht zu schauen: Uwe Pagel geht glatt für 20 Jahre jünger durch. Seine Erklä-rung dafür ist einfach: gute Gene und jeden Tag frische Seeluft. Einsalzen gehört bekanntlich zu den ältesten Konservierungsmethoden. Auch sonst macht der Mann einen sehr entspannten Eindruck, scheint in sich zu ruhen und lacht gern. Er liebt es, auf dem Wasser zu sein, wo man für sich sein kann, und Seeadler in luftigen Höhen und Wildschweine am Ufer zu beobachten.

    © GbR Burwitz Pocha/ WFG Vorpommern